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Recruiter Story: In welche Richtung zur Weiterentwicklung?

Karriereleiter nach oben, rechts oder links?

Immer wieder werden wir in unseren Interviews gefragt, wie eine erfolgreiche Weiterentwicklung im Job aussehen kann. Für viele Bewerber eine entscheidende Frage, denn oftmals ist es deren intrinsische Motivation langfristig eine Karriereleiter zu erklimmen. Unsere Recruiting Teamleiterin Ines berichtet daher in diesem Beitrag, warum Weiterentwicklung für jedes Unternehmen eine zentrale Rolle spielen sollte.

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Persönliche Weiterentwicklung ist für viele ein zentrales Thema beim Jobwechsel.

“Mein aktueller Arbeitgeber fördert mich nicht, es gibt keine Weiterentwicklungsmöglichkeiten in Aussicht oder der Alltag ist inzwischen zur Routine geworden.”

Das sind altbekannte Gründe, um dem aktuellen Arbeitgeber den Rücken zu kehren oder sich zumindest umzuschauen.

In Feedbackgesprächen und OnetoOnes mit dem Vorgesetzten wird diese Unzufriedenheit oder auch mögliche Wünsche im Optimalfall rechtzeitig kommuniziert, sodass man daran gegebenenfalls etwas ändern kann. Oft wird aber auch der einfachste Weg gegangen – Bewerbung verschickt an potenzielle neue Arbeitgeber – Entscheidung ist gefallen. Eine neue Herausforderung kommt mit dem neuen Arbeitgeber.

Um solche Szenarien zu verhindern, ist es wichtig die Motivation hinter dem Wunsch nach Weiterentwicklung zu verstehen.

Intrinsische Motivation - welche Rolle spielt sie bei der Weiterentwicklung?

Die intrinsische Motivation ist die innere, aus sich selbst entstehende Motivation eines jeden Menschen: bestimmte Tätigkeiten macht man einfach gern, weil sie Spaß machen, sinnvoll oder herausfordernd sind oder einen schlicht interessieren. Intrinsisch motivierte Tätigkeiten werden, im Gegensatz zu extrinsischen Motiven, um ihrer selbst Willen durchgeführt und nicht, um eine Belohnung zu erlangen oder eine Bestrafung zu vermeiden. Dabei schließen sich intrinsische und extrinsische Motive nicht zwangsläufig aus.

Ein Mitarbeiter kann beispielsweise seiner Arbeit sowohl aus Spaß an der Arbeit als auch aus dem Wunsch heraus nach angemessener Bezahlung und passendem Konditionsrahmen nachgehen. Viele Handlungen werden daher durch eine Kombination von intrinsischen und extrinsischen Motiven durchgeführt. Wenn beiden Faktoren nicht im Einklang stehen, ist das oft Grund genug die Augen und Ohren offen für neue Herausforderungen zu halten.

Wie bietet man also individuelle Weiterentwicklung, um diesen Motivationseinklang für seine Mitarbeiter zu ermöglichen? Dazu hier ein paar Beispiele meiner Searchtalent Kollegen:

Vivien - Vom Berufseinsteiger zur Expertenrolle

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Ein Beispiel ist unsere Mitarbeiterin Vivien. Sie ist bei Searchtalent direkt nach dem Studium als Recruiterin eingestiegen und hat ein Talent für Kreativität, kann sich mündlich als auch schriftlich sehr gut ausdrücken und hat eine Affinität für Social Media.

In mehreren Mitarbeitergesprächen stellte sich schließlich heraus, dass die Stelle als Social Media Recruiter, der passende und logische Schritt für sie ist. Seit Februar 2020 hat sie nun einen Coach zur Seite, der sie schult und ihr das neue Fachgebiet näher bringt. Die Position des Social Media Recruiters hatten wir in der Form zuvor noch nicht. Langfristig wird es sich lohnen, dass wir eine Expertin wie Vivien in unserem Team haben.

Jim - Die Weiterentwicklung für Veränderungen im gesamten Unternehmen

Im Entwicklungsbereich arbeitet Jim. Er ist im August 2018 als Data Scientist gestartet und hat sich seither für agile Methoden nach Scrum im Development bei uns eingesetzt. Seine Motivation war dementsprechend, sich in diesem Rahmen weiterentwickeln zu können. Der direkte Mehrwert war auch für uns sichtbar. Also sollte er eine Zertifizierung zum Scrum Master bekommen. Gesagt getan. Heute arbeiten wir komplett agil nach Scrum und einen Product Owner haben wir auch.

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Tom - Alternativen durch neue Möglichkeiten schaffen

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Mein letztes Beispiel ist Tom. Er ist seit längerer Zeit als Recruiter bei uns. Seine Affirmationen lagen eher im Bereich Teamleitung oder HR Management. Leider konnten wir ihm beides zu dem Zeitpunkt nicht bieten. Die Gegebenheiten haben jedoch eine neu geschaffene Position mit sich gebracht – Manager Young Professionals. Tom baut also derzeit unseren Nachwuchskräftebereich auf, der bisher kaum existent war.

Die richtige Denkweise, wenn es um Weiterentwicklung geht

Es ist wichtig, dass sich jeder intern individuell und nicht nach einer vorgefertigten Karriereleiter weiterentwickeln kann. Bei Searchtalent profitieren wir von zufriedenen Mitarbeitern, die einen Karriereweg beschreiten, der zu ihnen passt.

Selbstverständlich können wir nicht jede Berufung intern umsetzen, aber dann liegt es an uns, gemeinsam mit den Teammitgliedern eine passende / ähnliche Weiterentwicklung zu erörtern. Schlüsselelemente sind dabei unsere Feedbackgespräche, die dafür da sind, dass nicht nur der Vorgesetzte Vorschläge machen kann, sondern auch die intrinsische Motivation eines jeden Mitarbeiters herausgearbeitet werden soll.

  • “Individualität, intrinsische Motivation, Bereitschaft zur Personalentwicklung sind die zentralen Themen, die jedes Unternehmen beachten sollte. Die Mitarbeiter sollten gehört werden, wenn sie sich nach einer neuen Herausforderung sehnen.”

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    Ines Eydner

    Teamleiterin Recruitment / CE von Searchtalent

Schenkt man seinen Mitarbeitern Gehör und geht individuell auf ihre Wünsche ein, profitiert man langfristig selbst als Unternehmen. Die Mitarbeiter bleiben einem länger erhalten und man holt sich neues Wissen ins Unternehmen. Weiterentwicklung sollte daher in jedem Unternehmen groß geschrieben werden. 

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