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Warum wir gendern

Wir von Searchtalent verfolgen ein Ziel: die passenden Arbeitnehmer:innen und Arbeitgeber:innen zusammenzubringen. Wenn wir neue Kandidat:innen suchen, stehen wir vor der Aufgabe, die passendsten Personen für die ausgeschriebene Stelle zu identifizieren. Und hier ist es uns ein großen Anliegen, alle Personen für die Stelle zu berücksichtigen – unabhängig von Faktoren wie Herkunft, Alter, Identität oder eben Geschlecht. 

Um alle Personen gleichermaßen anzusprechen und niemanden zu diskriminieren, haben wir uns dazu entschieden, auf allen unsere Kanälen, sowohl in der internen als auch externen Kommunikation, zu gendern. 

Denn: Wir müssen alle dazu beitragen, dass niemand ausgeschlossen wird. Unsere Sprache ist unser wichtigstes Tool, um dies im Alltag zu machen. Schließlich wirkt sich Sprache auf unsere Wahrnehmung aus.

Weshalb wir uns noch dafür entschieden haben, zu gendern, erläutern wir in diesem Blogbeitrag.

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Was bedeutet geschlechtergerechte Sprache und warum ist sie so wichtig?

Das Ziel geschlechtergerechter Sprache ist es, alle Geschlechter gleichermaßen anzusprechen und sichtbar zu machen. 

Warum nicht einfach das generische Maskulinum? Das generische Maskulinum (Verwendung der maskulinen Form für weibliche und männliche Personen) inkludiert nicht alle Menschen. Sichtbar werden Frauen oder Personen außerhalb des binären Systems im generischen Maskulinum nicht. Sie werden lediglich mitgemeint – und bleiben unsichtbar

Dieser Fakt spielt gerade im HR und Recruiting eine große Rolle, da wir jeden Tag im direkten Austausch mit Menschen stehen. Dabei wirkt geschlechtersensible Sprache in Stellenanzeigen wie eine Einladung, sich selbst und andere Menschen in einer bestimmten Rolle vorzustellen. Studien zeigen: Wenn in einer Stellenanzeige durch die Art der Formulierung der Eindruck entsteht, es würden nur Männer gesucht werden, fühlen sich Frauen und Personen außerhalb des binären Systems nicht angesprochen und sind weniger motiviert sich zu bewerben. 

Dies gilt insbesondere für männlich geprägte Arbeitsbereiche, zum Beispiel im Handwerk. Wenn in Stellenanzeigen nach einem  „KFZ-Mechatroniker“ oder „Elektrotechniker“ gesucht wird, werden diese Jobs für Frauen und nicht-binäre Personen weniger zugänglich

Spricht die Formulierung hingegen alle an, erreichen wir auch mehr Bewerber:innen. Dies führt dementsprechend dazu, dass das Team diverser und heterogener wird, was langfristig mehr Erfolgspotenzial für Unternehmen bedeutet.

Gender Doppelpunkt

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, Texte zu gendern und somit Menschen zu inkludieren. Wir haben uns für den Doppelpunkt entschieden. Er fügt sich unauffälliger ins Schriftbild als das Sternchen und bringt die beiden Wortteile wieder näher aneinander. Außerdem ist er bereits Teil der deutschen Schriftsprache, wodurch er von einigen Leser:innen möglicherweise eher akzeptiert wird. Ob er für Menschen mit Sehbehinderung geeignet ist – also von Screenreadern lediglich als Pause statt als Sonderzeichen vorgelesen wird – hängt vom Screenreader und dessen Einstellungen ab. Bei allen Varianten ist es immer ein Abwägen, eine perfekte Lösung gibt es (noch) nicht. Für uns ist der Gender-Doppelpunkt derzeit die geeignetste Variante, um alle Personen anzusprechen. 

Gleichzeitig möchten wir betonen, dass für uns die Lesbarkeit in unseren Text immer noch vorgeht. Aus Gründen der Verständlichkeit werden wir gendersensible Sprache in unseren Texten so gut wie möglich, aber nicht rigoros, verwenden.

Antidiskriminierung im Recruiting

Gleichberechtigung ist, als einer der wichtigsten Grundsätze überhaupt, im Recruiting gesetzlich verankert: Menschen dürfen laut dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) in der Arbeitswelt nicht benachteiligt werden. Nicht wegen ihrer ethnischen Herkunft, nicht wegen der Religion und Weltanschauung, nicht aufgrund einer Behinderung, wegen des Alters oder der sexuellen Identität. Und auch nicht aufgrund des Geschlechts. Unternehmen müssen in Stellenausschreibungen deshalb alle Geschlechter gleichermaßen ansprechen. Seitdem im Jahr 2018 das Personenstandsgesetz reformiert wurde, haben Menschen außerdem die Option, ein „d“ für „divers“ in das Personenstandsregister eintragen zu lassen, wenn sie sich weder dem weiblichen noch dem männlichen Geschlecht eindeutig zuordnen können. Viele Menschen fühlen sich nicht der binäre Geschlechterordnung (Mann/Frau) zugehörig und benutzen weder männliche noch weibliche Pronomen. 

Die allermeisten Unternehmen fügen ihren Stellenanzeigen somit den Zusatz m/w/d hinzu. Mit dem Gendern gehen wir einen Schritt weiter und nutzen genderneutrale Sprache nicht nur im Jobtitel, sondern auch auf unserer Website, unseren Social-Media-Kanälen, in unseren Stellenanzeigen,… – einfach überall dort, wo wir zu finden sind. 

 

Zum Schluss noch einmal zusammengefasst: 

Wir gendern, um alle Menschen in unserem Recruiting-Prozess und darüber hinaus einzubeziehen. Wir folgen nicht irgendeinem Trend, sondern möchten schlicht und einfach, dass sich alle angesprochen fühlen.

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