News, Recruiting, Recruiting-Wissen

Vom Chief Dildo Officer bis zum Pferdeäpfelsammler

Recruiting mal anders - verrückte Stellenanzeigen, die man gesehen haben sollte

Manchmal erfordern besondere Situationen auch besondere Maßnahmen! Aus diesem Grund wollen wir Euch zwei Stellenanzeigen zeigen, die Ihr so noch nicht gesehen habt. Verrückte Stellenanzeigen und was Personaler daraus lernen können.

verrueckte-stellenanzeigen

Chief Dildo Officer (m/w) bei der Be You GmbH

Erotik-Marke Beate Uhse meldet sich nach Insolvenzverfahren mit diesem Jobangebot via Stepstone zurück. Übernommen von Be You GmbH zeigt man sich bereits in der Einleitung selbstkritisch, aber auch äußerst selbstbewusst:

„Wir haben 10 Jahre Missmanagement überlebt, wir sind durch die Insolvenz in Eigenverwaltung gegangen, nichts hat uns umgebracht. Die Marke ist unkaputtbar. Darauf können wir aufbauen.”

Hinter dem Chief Dildo Officer steckt mehr als man zunächst vermutet. Inhalt ist hier zwischen Einkauf, Marketing und Shop-Management eine Schnittstelle zu schaffen. Bei diesem Job ist viel strategisches und analytisches Können gefragt, um dem Unternehmen zu neuen Höhepunkten zu verhelfen.

Mit diesem Jobtitel ist es der Firma in jedem Fall erfolgreich gelungen im Netz hohe mediale Aufmerksamkeit und Reichweite zu erlangen. Ein Beispiel dafür, dass allein die Wahl des Anzeigen-Titels entscheidend sein kann, wenn auch in diesem Beispiel auf zweideutige Art.

Pferdeäpfelsammler (m/w) auf der Insel Hiddensee

Unter dem Titel – Mitarbeiter für den technischen Bereich Straßenreinigung – stellt man sich zunächst nichts Spektakuläres vor. Betrachtet man die Stellenanzeige aber genauer, stellt man schnell fest, dass bei den täglichen Aufgaben nur ein einziger Punkt aufgeführt wird:

“Die tägliche Beräumung von Pferdekot auf den öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen auf der Insel Hiddensee.”

Kein Wunder das die Stellenausschreibung eben nicht unter dem Titel Pferdeäpfelsammler zu finden ist. Neben körperlicher Belastbarkeit ist auch ein kompetentes und freundliches Auftreten Voraussetzung für den Job. Auf der Urlaubsinsel Hiddensee gibt es nämlich nicht nur viele Pferde, sondern natürlich auch viele Touristen. Im Kern heißt das also – Pferdemist einsammeln und dabei freundlich lächeln und winken.

Im Gegenzug bietet der Arbeitgeber “leistungsgerechte Entlohnung” für 40 Stunden und flexibler Arbeitszeiteinteilung, auch an Sonn- und Feiertagen. Man fragt sich zurecht an dieser Stelle, was ein professioneller Pferdekotsammler verdient?

Am Ende hat auch diese Stelle hohe mediale Aufmerksamkeit bekommen. In diesem Fall aber eher durch ungewollten Humorfaktor und weniger durch eine herausragende Anzeigengestaltung. 

FAZIT

Wer für eine Stelle gewollt oder ungewollt für Aufmerksamkeit sorgen möchte, sollte sich an kreativen Jobtiteln versuchen. Diese wecken mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr Interesse bei potentiellen Bewerbern, sowie generell in den Sozialen Netzwerken. Darüber hinaus kann eine Prise Humor (wenn es zum Unternehmen passt) für Auflockerung sorgen und die Hemmschwelle für Bewerber senken. Die beiden genannten Beispiele haben jeweils auf ihre Art für eine große Reichweite gesorgt.

Wir wünschen Be You GmbH und der Insel Hiddensee, dass sich zahlreiche Kandidaten für die ausgeschriebenen Stellen melden!

weitere interessante Beiträge:

guerilla-recruiting-definition
Guerilla Recruiting – Mehr als Banane!
benefit-bullshit-bingo
Schluss mit dem Benefit Bullshit Bingo!

3 thoughts on “Vom Chief Dildo Officer bis zum Pferdeäpfelsammler

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.