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Unternehmenskultur ist keine Budgetfrage!

Event-Rückblick: Wantedly MeetUp “Company Culture in Time of Growth”

Wer sich fragt, wie Unternehmenserfolg und Führung zusammenhängt und was die Millennials damit zu tun haben, sollte unbedingt weiterlesen! Woher wir das wissen? Wantedly hat erneut ein MeetUp mit Leidenschaft organisiert: “Culture of change in a growing environment”, war das Thema am 19.02.2019 – Lisa und Tom von Searchtalent waren live in Berlin dabei.

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Berlin - 19.02.2019, Wantedly MeetUp “Company Culture in Time of Growth”

Millennials und Vorurteil

Karen Cordle (Head of People bei Foodspring), die einen einfach mitreißt und bei der man die Leidenschaft mit jedem Wort spürt, stellte direkt zu Beginn des Abends klar, dass nicht ein tolles Budget Unternehmen voran bringt, sondern die Mitarbeiter! Hierbei konzentrierte sie sich stark auf die Millennials und deren Charakteristiken.

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Hier zeigt sich, dass der Fokus nicht auf monetären Anreizen, sondern eher auf der Verwirklichung in einer toleranten und offenen (Arbeits-)Umgebung, liegt. Somit wird klar, dass „Geld ist alles“ nur eines von vier großen Vorurteilen ist, mit denen Millennials zu kämpfen haben.

Zwei weitere Vorurteile beziehen sich auf den Wunsch der Mitarbeiter nach Beständigkeit und dass diese loyal sein wollen. Dabei stellt sich die Frage, ob Beständigkeit und Loyalität weniger schützende Mauern, sondern einengende Gitter darstellen? Loyalität ist nichts, was ein Unternehmen ohne Weiteres einfordern kann – diese muss erarbeitet werden. Loyalität kann z.B. durch ermutigende Challenges für die Mitarbeiter und einen ermächtigenden Führungsstil generiert werden.

Ein Weg in die richtige Richtung führt über das letzte Vorurteil. Eigentlich reicht es doch nur einmal im Jahr das obligatorische Mitarbeitergespräch zu halten, oder? Ganz im Gegenteil, denn es zeigt sich, dass eine effektive Feedback-Kultur kürzere Intervalle erfordert, die je nach Organisation oder Prozessen auch monatlich oder wöchentlich, nach folgendem Muster, gelebt werden kann.

Herzblut und Unternehmenskultur

Matthias Pianezzer (Talent Specialist von Shyftplan) bestärkte Karen in ihren Aussagen und machte deutlich, dass der Faktor Unternehmenskultur bereits bei der Personalbeschaffung beginnt – „Identifying, attracting and hiring the best right people“. Hierbei stützte er sich auf die drei Säulen: CultureAdd, ContextFit und RoleFit, nach denen man sich nicht nur die Frage stellen sollte, ob die Hardskills passen, sondern auch, ob dieser Kandidat in das bestehende Team passt und was dieser über seine Skills hinaus mit- bzw. einbringen kann.

Bei Shyftplan wird weniger Energie darauf verwendet mit Ach und Krach eine Unternehmenskultur zu definieren – ganz im Gegenteil: man steckt sehr viel Herzblut in das Employer Branding und lässt die Unternehmenskultur sich entwickeln. Dazu gehört Bindungsfaktoren aufzubauen, z. B. durch eine stark ausgeprägte Kommunikation innerhalb der Community oder die Chance, mit dem eigenen Unternehmenswachstum auch die Mitarbeiter an neuen Rollen wachsen zu lassen. “Was auch immer daraus resultiert, ist Shyftplans Unternehmenskultur”, so Matthias.

MeetUp Fragerunde

Ein gutes MeetUp ist nichts ohne eine wirklich ehrliche Fragerunde, ein paar prägnante Gedankengänge würde ich gern mit euch teilen:

…Darunter, wie man KI und HR in Einklang bringen könnte, woraufhin Karen äußerte, dass sie sich insbesondere eine KI für das Active Sourcing wünschen würde, die den Prozess automatisieren könnte und den Recruitern viel Zeit erspart, natürlich hatten wir da einen besonderen Tipp – Searchtalent. 😉

Am Ende stand die Frage, wie man in einem schnell wachsenden Unternehmen seine Führungskräfte am besten schult, da es nicht selten vorkommt, dass man von einen auf den anderen Tag plötzlich 10 Mitarbeiter unter sich hat und das erstmal bewältigt werden muss. Hierbei wurde klargestellt, dass Webinare und Selbststudium nicht das Mittel der Wahl sind. Manchmal muss man auch Geld in die Hand nehmen, um sich langfristig unzufriedene Mitarbeiter zu ersparen, die nicht richtig führen können oder geführt werden denn: „Everybody leads, whether it´s Business, People or Tasks.”– Karen Cordle

FAZIT

Unternehmenskultur lässt sich nur schwer erzwingen, sie muss entstehen und das beginnt bereits bei der Suche nach potentiellen Mitarbeitern, die sowohl fachlich, als auch menschlich eine Bereicherung für das Unternehmen sein können. Man sollte sich im Wachstum nicht darauf versteifen eine Kultur festzulegen, sondern einfach nur sie zu leben.

Es war wie immer ein schöner Abend und wir möchten uns sowohl bei den Speakern, als auch bei Lisa Wäntig (Wantedly) bedanken, die den Abend gewohnt erfrischend moderiert hat.

Über unseren Gastautor

Tom Lippkow Searchtalent

Tom Lippkow | Recuiter von Searchtalent 

Tom ist seit einiger Zeit als Recruiter für Searchtalent tätig und nimmt an lokalen Recruiting- und HR-Events teil. Seine Erkenntnisse über branchenrelevante Themen fasst er für den Blog in informative Beiträge zusammen. Sein Fokus als Recruiter – das Entdecken und Unterstützen von Potential, das sich erst in der optimal zugeordneten Position richtig entfalten kann.

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4 thoughts on “Unternehmenskultur ist keine Budgetfrage!

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