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6 Tipps für Stressmanagement im Beruf

Das nervt uns am meisten im Job - Stressmanagement im Beruf

Termindruck, ständige Erreichbarkeit und ein riesiger Stapel an Aufgaben – das klingt nach Stress im Job. Wir alle kennen solche Situationen und nicht selten suchen wir Lösungen, die uns das Leben leichter machen. Eine Möglichkeit mit ständiger Belastung im Beruf umzugehen, ist die Prävention durch aktives Stressmanagement. Was am meisten im Arbeitsalltag nervt und mit welchen Tipps Euer Stressmanagement besser funktioniert, verraten wir Euch in diesem Beitrag.

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Belastungen aller Art können zu einem großen Problem werden – Antriebslosigkeit, keine ausreichende Motivation und Überforderung können die Folge sein. Irgendwann kann sich der berufliche Stress auch auf das Privatleben auswirken und wir kommen gar nicht mehr zur Ruhe. Doch was tut man nun dagegen? Zu viel Stress macht uns nicht selten handlungsunfähig, daher ist Hilfe über einen Leitfaden enorm wichtig. Eine Lösung ist hier Stressmanagement im Beruf, um Ursachen von Stress zu verstehen und aktiv Prävention im Arbeitsalltag zu betreiben.

Stressmanagement Definition:

Zu Stressmanagement zählen alle Methoden, die helfen Stress zu vermeiden, zu reduzieren und zu bewältigen. Im Fokus stehen dabei die Ausmaße von Stress, Ursachen / Auslöser von Stress und Stressfaktoren. Man kann Stressmanagement aus verschiedenen Perspektiven betrachten. Die relevanteste Perspektive ist dabei das persönliche Stressmanagement. Die zweite Perspektive umfasst das betriebliche Stressmanagement.

persönliches Stressmanagement: Man wird selbst aktiv, um Belastungen zu bewältigen.

betriebliches Stressmanagement: Management und Führung schaffen aktiv eine angenehme Arbeitsatmosphäre, die positives und produktives Arbeiten fördert und so Stress vorbeugt.

Wie funktioniert Stressmanagement im Beruf?

Wichtig ist zu Beginn einschätzen zu können – kann ich meinen Stress überhaupt alleine bewältigen? Es gibt zahlreiche Übungen und Methoden, um Stress zu reduzieren. Ist die Situation aber am Ende doch zu ernst, muss man im Zweifelsfall auch professionelle Hilfe in Betracht ziehen. Wenn Ihr also das Gefühl habt, dass Euch Euer eigener Stress bereits überwältigt hat und Ihr nicht alleine aktiv an der Situation arbeiten könnt, wird Stressmanagement durch Euch selbst nicht ausreichen.

Kann ich meinen Stress alleine bewältigen?

JA

aktiv Stressmanagement nutzen.

NEIN

Hilfe von Anderen in Anspruch nehmen.

Wichtig ist auch eine gute Selbstreflexion, um einschätzen zu können, wie hoch die eigene Stressresistenz und Stresskompetenz ist. Stressresistenz ist dabei die eigene Widerstandskraft gegen belastende Situationen. Empfindet man weniger Hektik und Druck, ist man häufig stressresistenter. Reagiert man sehr schnell auf Stress ist man wiederum weniger stressresistenter.

Die Stresskompetenz zeigt, wie gut die Fähigkeit ist mit Stress umzugehen:

Hier einige Fragen, wie man seine Stresskompetenz einschätzen kann. 

  • Kann ich einschätzen, wie stark mein Stress ist?
  • Was stresst mich im Arbeitsalltag am meisten?
  • Kann ich mit Stress umgehen?
  • Weiß ich bei Stress, was zu tun ist?

Ein weiterer wichtiger Aspekt beim beruflichen Stressmanagement ist die Stressprävention. Wie der Name verrät geht es hierbei um die Vermeidung von Stress.

Beachtet man alle Aspekte und ist in der Lage sich selbst richtig einzuschätzen, kann man Stressmanagement im Beruf aktiv für sich umsetzen.

6 Tipps für Stressmanagement im Beruf

1. Den eigenen Stress-Typ ermitteln

Wie im vorherigen Absatz erläutert, muss man sich für effektives Stressmanagement sehr gut selbst kennen und verstehen. Bist Du schnell unter Druck oder motiviert Dich Stress sogar? Je nach Stress-Typ kann Verhalten variieren. Es gibt dazu auch zahlreiche Selbsttests im Netz, doch nicht alle sind qualitativ und führen zu aussagekräftigen Ergebnissen. Am besten denkt Ihr selbst darüber genau nach, was für Euch echte Stressfaktoren sind. Wodurch wir auch direkt zum 2. Tipp für Stressmanagement im Beruf kommen – Finde heraus, was Dich am meisten stresst!

2. Finde heraus, was am meisten stresst

Jeder fühlt sich durch andere Faktoren im Job gestresst. Wichtig ist, dass Ihr Eure persönlichen Stressfaktoren identifizierst und die tatsächlichen Ursachen für Stress erkennt und somit vorbeugen könnt. Anbei zeigen wir Euch direkt die statistisch schlimmsten Stressfaktoren im Job:

Termindruck und Hetze

52%

Informationsflut und ständige Erreichbarkeit

33%

Ungenaue Anweisungen

29%

Zu hohes Arbeitspensum

28%

Lärm

21%

Konflikte mit Kollegen und Führung

21%

Monotone Tätigkeiten

15%

Konkurrenzkampf

15%

Quelle: Techniker Krankenkasse | Statista 2011

3. Fokus auf positive Dinge setzen

Der eigene Fokus sollte nicht auf dem vorhandenen Stress und dessen Probleme liegen. Manchmal fällt es schwer, die positiven Dinge zu sehen, jedoch kann Optimismus und Dankbarkeit viel an der eigenen Einstellung bewirken und letztendlich dabei helfen die Stressresistenz zu steigern.

4. Einfach entspannen

Auch bei Stress muss man sich Zeit für sich nehmen. Entspannung ist für die physische und psychische Gesundheit enorm wichtig. Es gibt verschiedene Übungen, die hier helfen können – auch Digital Detox ist aktuell sehr gefragt. Stress wird so abgebaut und man lernt durch häufige Auszeiten, wie man leichter entspannen kann. Testet einfach, was Euch am meisten entspannt und wovon Ihr profitiert.

5. Das eigene Tempo finden

Ich habe keine Zeit – ein Satz, den wir sicher häufiger hören oder uns gar selbst denken. Wir haben aber immer Zeit, wir müssen sie und nur aktiv nehmen. Nicht alles muss SOFORT immer erledigt werden. Wir hetzen uns oft selbst und wenn das Tempo zu hoch wird, stehen wir unter Druck. Daher versucht genau dieses Tempo zu drosseln und an Euer eigenes Niveau anzupassen. Besonders bei Terminstress – plant auch Pausen zum durchatmen ein.

6. Nicht selbst unter Druck setzen

Ähnlich wie beim vorherigen Tipp – setzt Euch nicht selbst unter Druck. Oft entstehen Konflikte und Probleme als erstes bei uns selbst im eigenen Kopf. Je mehr Disziplin wir von uns selbst erwarten, desto eher leiden wir unter Stress.

Niemand ist perfekt, dass gilt für uns alle!

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