HR-Management, Recruiting, Recruiting-Wissen

Perfekte Bewerber – Niemand sollte auf Barbie und Ken warten

Mut zu Diversity - So sieht der perfekte Bewerber aus!

Nicht selten wird in Unternehmen noch immer nach dem einen Einhorn gesucht – vergeblich, denn nur selten kommen perfekte Bewerber, die zu 100% zur Stellenausschreibung passen, dahergelaufen. Da heißt es am Ende – einfach mal Freiräume schaffen. Wir zeigen Euch, warum Niemand im Unternehmen auf Barbie und Ken warten sollte und wie der perfekte Bewerber von heute wirklich ist.

perfekte-bewerber-barbie-ken

Das Stellenprofil ist im Netz gestreut, alle haben klare Vorstellungen und Erwartungen, welche Bewerber sich in den kommenden Wochen melden werden. Doch alle wissen auch, es kommt immer ganz anders als gedacht.

Dann bewirbt sich nun ein Kandidat, dessen Eignung vielleicht auf den ersten Blick nicht ganz passend ist. Der Impuls:

“Vielleicht kommt noch eine Person, die besser geeignet ist”

Diese Person – ein absoluter Allrounder, mit allen Soft und Hardskills, die man sich nur wünschen kann. Die Barbies und Kens, die scheinbar Generalisten, als auch Spezialisten sind und einfach überall gut ankommen. Zudem sind sie anpassungsfähig und einfach immer gut gelaunt. Das Wichtigste zum Schluss: Sie passen einfach zu 100% zu der Stelle, die Du aktuell ausgeschrieben hast. Ein echtes Wunder!

Mut zu Freiräumen im Bewerbungsprozess

Die Ernüchterung – die gesuchten Barbies und Kens sind meist schon längst in guten Unternehmen untergekommen und einen von ihnen tatsächlich im Bewerbungsprozess anzutreffen, ist äußerst selten. Nicht immer ist unsere Erwartung auch die beste Möglichkeit perfekte Bewerber zu finden, daher ist es zwingend notwendig Chancen und Freiräume zu geben. Vielleicht entdeckt man dadurch ganz andere Talente und findet am Ende einen Kandidaten, der aus einem neuen Blickwinkel betrachtet, noch viel besser ist, als in jeder Vorstellung – besser als Barbie oder Ken.

Der Wille zählt - Motivation ist oft viel wert

Wichtiger als auf perfekte Bewerber zu warten – Kandidaten zu finden und wahrzunehmen, die wirklich motiviert sind und den Willen haben neue Fähigkeiten zu erlernen. Fachliche und auch sprachliche Barrieren können überwunden werden, wenn der Wille beim Kandidaten da ist.

Um das herauszufinden, sollte man wenigstens mal mit den Bewerber gesprochen haben. Vielleicht findet man so den ungeschliffenen Diamanten, der erst durch weitere Berufserfahrung, Integration oder Weiterbildung zum perfekten Kollegen und Mitarbeiter wird.

Diversity zulassen, um langfristig zu profitieren

Offenheit und Mut zur Vielfalt lohnen sich oft für Unternehmen. Egal ob Christian der Berufseinsteiger, Éva von den Profis 50+, Hans aus Sachsen, Li-Ming aus Wuhan oder auch Sebastian, der sich privat FreshSebbo nennt und gerne nachts im Club auflegt .

Sie alle bringen entscheidende Teile für das große Unternehmenspuzzle ein, welches am Ende so bedeutsam ist.

Manchmal muss man da schon im Recruitingprozess um die Ecke denken, um den wahren Wert eines Kandidatens zu erkennen.

Das Resultat ist eine lebendige Unternehmenskultur mit verschiedensten Blickwinkeln und einer dynamischen sozialen Struktur untereinander. Beispielsweise entsteht soziale Bindung, wenn Menschen sich als Mentor oder Schüler sehen und sich dadurch gegenseitig schätzen lernen. Es geht nicht darum, dass jeder alles kann, sondern darum, wie als Team agiert wird und wenn jeder seinen Teil einbringt, können alle daraus profitieren und lernen.

Perfekte Bewerber - Worauf es wirklich ankommt

Auch aktuelle Studien und Trends bestätigen, dass es eben nicht mehr auf Noten, den lückenlosen Lebenslauf oder das generische Anschreiben ankommt. Natürlich kommt das auch auf die Branche an, aber sicher ist – Softskills und Cultural Fit werden immer wichtiger. Der Bewerber sollte wirklich ins Unternehmen passen. Grundlegend verändert sich dadurch auch die Frage:

“Brauchen wir überhaupt Barbie und Ken in unserem Unternehmen und passen sie überhaupt zu uns?”

Die Persönlichkeit spielt in heutigen Zeiten also eine immer wichtigere Rolle. Besonders Eigeninitiative und Selbstständigkeit sind in einer digitalen Welt mit agilen Herangehensweisen und dem New Work Gedanken immer gut. Ebenfalls von Bedeutung sind da natürlich Kommunikationsfähigkeit und Teamfähigkeit.

Wartet also nicht auf die vermeintlich perfekten Bewerber. Betrachtet jeden Kandidaten individuell und gebt neue Chancen und Freiräume für eine bunte Vielfalt im Unternehmen, fernab von Abschlüssen, Herkunft oder Karrierelevel. Nehmt Euch die Zeit und entdeckt perfekte Bewerber immer wieder auf neuen Wegen.

weitere interessante Beiträge lesen:

selbstständig arbeiten Fragen Bewerbungsgespräch
Fragen beim Bewerbungsgespräch: Selbstständig oder nicht?
benefit-bullshit-bingo
Macht Schluss mit dem Benefit Bullshit Bingo!

One thought on “Perfekte Bewerber – Niemand sollte auf Barbie und Ken warten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.