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Recruiter Stories: Remote Work vom anderen Ende der Welt!

Ines macht es vor - Remote Work ist auch als Recruiter möglich

Trotz 40-Stunden-Woche einfach mal aus dem Alltag ausbrechen und verreisen! Das ist dank Remote Work in modernen Unternehmen schon lange kein Problem mehr. Einfach arbeiten, wann und wo man will, auch wenn der Wahlarbeitsplatz Kanada ist! Wie der Kunden-, Kandidaten- und Teamkontakt vom anderen Ende der Welt laufen kann, erzählt unsere Recruiting Teamleiterin Ines aus eigener Erfahrung in ihrer Recruiter Story.

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„Meine Entscheidung bei Searchtalent im September 2017 zu starten, war viel der Tatsache geschuldet, dass Remote Work eine Möglichkeit im Betrieb ist. Ich bin ein kleiner Weltenbummler und liebe es, an den verschiedensten Orten dieser Welt, neue Kulturen, Mentalitäten und Länder kennenzulernen. Dementsprechend liebäugelte ich selbstverständlich auch mit der Idee, einmal oder mehrmals von der anderen Seite der Welt für Searchtalent zu arbeiten. Die Ortswahl für meine persönliche Umsetzung von Remote Work fiel dabei auf Montréal in Kanada!“

Montréal als mein Wahlarbeitsplatz

2008 / 2009 lebte ich ein Jahr in Kanada, genauer gesagt in Montréal, im Bundesstaat Québec – dem einzigen französischen Bundesstaat, der direkt an der Ostküste liegt. Ich lebte damals bei einer Gastfamilie, während ich High School & College dort absolvierte. Montréal ist eine pulsierende Stadt – ein Meltingpot mit den verschiedensten Kulturen, Herkünften und Mentalitäten. Kaum eine Person nennt sich ursprünglich „Kanadier“, denn ihre Wurzeln liegen auf der ganzen Welt verteilt. Eine Stadt in der man sowohl Englisch als auch Französisch spricht. Westliche Kultur, europäisch angehaucht, im Winter ca. -40°C im Sommer ca. 30°C. Wirklich aufregend! Einst meine Wahlheimat.

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Kein Wunder also, dass es mich für Remote Work genau wieder hierher zog.

Ich kenne mich gut in Montréal aus, hatte eine tolle Gastfamilie vor Ort und den ein oder anderen Freund ebenso. Meinen konkreten Plan legte ich meinem Chef Ben Anfang 2018 vor: 2 Wochen aus Montréal arbeiten und dann 2 Wochen in den Westen Kanadas fliegen, um dort noch einen Urlaub zu machen. Ein Roadtrip zu starten über die Rocky Mountains, von Calgary nach Vancouver über Vancouver Island und zurück. Er bestätigte mein Vorhaben, zu meiner Begeisterung.

Vorbereitung in Deutschland

Zuerst einmal musste ich mich mit der Zeitumstellung befassen. Berlin ist zeitlich 6 Stunden vor Montreal entfernt. Das musste ich erst einmal mit meinen Kunden absprechen, damit ich eine entsprechende Planung während dieser Zeit machen konnte. Meine Kunden waren Anfangs sehr skeptisch. Das war gar nicht so einfach, ihnen klar zu machen, dass alles wie gehabt weiter läuft, bis auf die Tatsache, dass ich nicht immer zu denselben Zeiten erreichbar bin.

Letztlich akzeptierten sie es und vertrauten in meine Organisation. Da wir intern cloudbasiert arbeiten, musste ich mir zu meinem Glück nicht die Frage stellen, ob ich Zugriff zu all meinen Dokumenten habe, wenn ich Deutschland verlasse. Außerdem musste ich sicherstellen, dass ich immer eine funktionierende WLAN-Verbindung hatte. Da ich bei meiner Gastfamilie untergebracht war, war das relativ schnell geklärt, denn sie sicherten es mir zu.

Remote Work Umsetzung in Kanada

Kurze Zeit später war es soweit! Endlich war ich in Montréal angekommen und fühlte mich direkt wieder wie zu Hause. Es hat sich in 10 Jahren tatsächlich wenig verändert. Ich freute mich sehr auf 2 aufregende Wochen und die Herausforderung, meinen Job auf der anderen Seite der Welt genauso gut zu bewältigen, wie in Berlin.

Herausforderung des Tages: 8 Uhr morgens in Montréal – 14 Uhr in Berlin. Erst einmal musste ich mich daran gewöhnen, dass ich nur noch ca. 4 Std Zeit hatte, um wichtige Dinge mit meinen Kunden zu klären, denn dann gingen sie bereits wieder in den Feierabend.remote-work-montreal-ines-eydner-trees

Herausforderung des Tages: Interviewführung mit meinen potentiellen Kandidaten für meine offenen Vakanzen. Erst war ich der Meinung, dass es eine Herausforderung wird, aber ich informierte alle Bewerber mit denen ich sprechen wollte und teilte ihnen mit, dass alle Gespräche via Skype und in den Abendstunden stattfinden sollten.

Herausforderung des Tages: Meetings müssen so gelegt werden, dass ich via Skype daran teilnehmen kann. Jeder im Team muss sich an diese kleine Veränderung anpassen, dass führte kurzzeitig dazu, dass der eine oder andere seinen Tagesplan umstrukturieren musste. Das wiederum machen die Deutschen ungern.

In der 2. Woche hatten sich alle Beteiligten bereits an die Maßnahmen gewöhnt und es gab keinerlei Unstimmigkeiten mehr.

FAZIT

Remote Work ist durchaus möglich als Recruiter. Ich habe Kunden-, Kandidaten- und Teamkontakt und das nicht wenig jeden Tag. Das bedeutete jedoch nicht, dass es nicht umsetzbar ist. Ich habe innerhalb der 2 Wochen festgestellt, dass 2 Dinge explizit mit 6 Std Zeitverschiebung ganz hervorragend liefen:

  • 4 Std am Tag für alle Stakeholder zur Verfügung zu stehen, reicht vollkommen aus. Es vermag einfach einer besseren Planung, Organisation und Kommunikation. Als Recruiter denke ich, dass das die Effizienz sogar steigert.
  • Meine Bewerber waren über die gegebene Situation eher dankbar. Wir konnten ungestört die Telefon- & Skypeinterviews in den Abendstunden machen. Sie hatten bereits Feierabend und mussten diese Telefonate nicht heimlicherweise in Meetingräumen oder in der Mittagspause abhalten und an Zeit mangelte es in diesem Fall auch nicht.

Eine gute Kommunikation, höchste Transparenz und Organisation kann Remote Work zu einem neuen Benefit unserer Zeit machen. Ich bin in der kurzen Zeit auf jeden Fall zu einem Verfechter davon geworden und kann es Euch nur empfehlen!

Über unsere Gastautorin

Ines Eydner Searchtalent

Ines Eydner | Teamleiterin Recruitment / CE

Ines ist als Teamleiterin Recruitment / Candidate Experience von Searchtalent bereits seit 1,5 Jahren Teil des Teams. Sie versucht stets Flexibilität in den Köpfen zu verankern und hat das Ziel – einen zufriedenen Kunden – in den Fokus zu stellen. Wie das umgesetzt wird und von wo, sollte dabei keine maßgebliche Rolle spielen.

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