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Nachhaltiges Employer Branding: Wie Corporate Social Responsibility (CSR) die Arbeitgebermarke stärkt

Was ist Corporate Social Responsibility und wie trägt es zum Employer Branding bei?

Nachhaltigkeit meint mehr als nur Klimaschutz: Auch soziale und wirtschaftliche Aspekte müssen berücksichtigt werden, wenn Unternehmen nachhaltig agieren wollen. In diesem Beitrag widmen wir uns der Corporate Social Responsibility (CSR) – auch schauen uns an, wie das Konzept im Employer Branding genutzt werden kann.

Corporate Social Responsibility

Was bedeutet Corporate Social Responsibility?

Genauso wie in der Gesellschaft im Allgemein zu beobachten ist, gewinnt Nachhaltigkeit auch in immer mehr Unternehmen an Bedeutung. Gerade in Konzernen gibt es bereits eigene CSR-Abteilungen, die sich dem nachhaltigen Wirtschaften widmen.

Aber was bedeutet Corporate Social Responsibility genau?

Die Definition des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales lautet:

Corporate Social Responsibility (CSR)

„Unter „Corporate Social Responsibility“ oder kurz CSR ist die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen im Sinne eines nachhaltigen Wirtschaftens zu verstehen.“

Ziel ist es somit, so zu wirtschaften, dass zukünftige Generationen ein würdevolles Leben entsprechend ihrer Bedürfnisse führen können.

Corporate Social Responsibility umfasst dabei drei Dimension:

  1. Ökologische Dimension:
    Unternehmen sollen auf ein ressourcenschonendes, klimafreundliches Arbeiten achten, um zum Umwelt- und Klimaschutz beizutragen und dem Klimawandel entgegenzuwirken.
  2. Soziale Dimension:
    Soziale Gerechtigkeit steht im Mittelpunkt der zweiten Dimension und sieht vor, Gleichberechtigung, Chancengleichheit und Diversität zu fördern sowie Diskriminierung wie Sexismus und Rassismus zu bekämpfen. Zur sozialen Dimension gehören auch soziales Engagement wie Spendenaktionen und Corporate Volunteering.
  3. Ökonomische Dimension:
    Ökonomische Verantwortung meint wirtschaftliches, profitorientiertes Handeln unter ethisch korrekten Gesichtspunkten. Wichtig ist unter anderem, ehrlich, transparent und glaubwürdig gegenüber Stakeholdern wie Mitarbeiter:innen und Geschäftspartner:innen aufzutreten.

Bei Berücksichtigung der Corporate Social Responsibility wird allen drei Dimensionen Bedeutung zugemessen, statt einzig und allein an der Gewinnmaximierung festzuhalten.

Gut zu wissen: In der seit 2014 geltenden CSR-Richtlinie der EU ist festgelegt, dass insbesondere börsennotierte Unternehmen mit über 500 Beschäftigten Informationen zu ökologischen und sozialen Themen offen legen müssen.

Corporate Social Responsibility und Employer Branding

Durch Corporate Social Responsibility haben Unternehmen die Möglichkeit, zu einer gerechteren Welt beizutragen. Nachhaltiges, klimabewusstes und soziales Wirtschaften bringt jedoch noch einen weiteren Vorteil: Es stärkt die Arbeitgeberattraktivität. Insbesondere die Generation Z (Geburtsjahrgänge ab 1995) legt immer mehr Wert auf Nachhaltigkeit, wie Studien zeigen.

Generation Z

So tickt die Generation Z:

    • 37 Prozent aller 18- bis 24-Jährigen versuchen, Plastik zu vermeiden und 52 Prozent sind bereit, für Bio-Produkte mehr zu zahlen.
      (Befragung unter 2.000 Menschen in Europa von PWC)
    • 44 % stimmen der These, dass zu einem guten Leben eine intakte natürliche Umwelt dazugehört, voll und ganz zu.
      (Repräsentativbefragung “Zukunft? Jugend fragen!” unter 1.034 14- bis 22-Jährigen vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit)
    • Die Gen Z glaubt an Diversität: 62 % empfinden, eine kreative Idee lässt sich am besten durch eine Gruppe von Menschen entwickeln, die unterschiedlich aussehen und alle anders denken.
      (Studie von McCANN Worldgroup, Befragung von über 30.000 unter 24-Jährigen in 26 Ländern)
    • Etwa 66 % würden eher von Marken kaufen, die in ihrer Kommunikation auf Diversität achten, also eine Vielfalt an Sexualität, Gender und Herkunft zeigen.
      (Befragung unter 1.000 Teilnehmer:innen durch House of Yas)
    • Ein Drittel gab an, dass sie der Klimawandel derzeit am meisten beunruhigt.
      (Umfrage von Deloitte
      in Deutschland 800 Personen und international über 16.400 unter 40 Jahren)

Auch wenn die Generation Z als besonders sensibilisiert und aufmerksam gilt: Umweltschutz gehört in allen Altersgruppen zu den Top-Themen. In einer Studie vom Bundesumweltamt aus dem Jahr 2020 stuften 65 Prozent aller Befragten Umwelt- und Klimaschutz als sehr wichtiges Thema ein, und das selbst im Jahr der Corona-Krise.

Fakt ist: Corporate Social Responsibility zahlt unmittelbar auf das Unternehmensimage und damit auch auf die Employer Brand, also die Arbeitgebermarke ein. Im Kampf um die besten Talente auf dem Arbeitsmarkt kann Corporate Social Responsibility zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil werden.

3 Möglichkeiten, um Corporate Social Responsibility im Recruiting zu nutzen

Aber wie sieht Corporate Social Responsibility in der Praxis aus? Wir haben drei Ideen für Maßnahmen zusammengetragen, die gleichzeitig eurem Employer Branding und der Personalgewinnung helfen:

1. Chancengleichheit im Bewerbungsprozess ist ein Muss

Laut dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) dürfen Bewerber:innen nicht aufgrund ihrer ethnischen Herkunft, ihres Geschlechts, Religion/Weltanschauung, einer Behinderung, ihres Alters und/oder sexuellen Identität benachteiligt werden. 

Dennoch: Vorurteile können bei der Personalgewinnung unterbewusst eine Rolle spielen – Stichwort: „unconscious bias“. Recruiter:innen sind aufgefordert, diese Vorurteile aktiv anzugehen und ihnen entgegenzuwirken. Übrigens: Diverse Teams sind oftmals erfolgreicher, wie Studien beweisen.

Antidiskriminierung im Recruiting-Prozess

2. Barrierefreiheit ermöglichen

Auch Menschen mit Behinderungen muss der Zugang zum Arbeitsplatz ermöglicht werden. Unternehmen, die ihre Räumlichkeiten barrierefrei machen, sodass zum Beispiel auch Rollstuhlfahrer:innen nicht nur aus dem Homeoffice, sondern auch vor Ort arbeiten können, schaffen gerechte Arbeitsbedingungen. 

Gleichzeitig macht dies den Job einer größeren Zahl an Menschen zugänglich und steigert die Chance, qualifizierte Bewerbungen zu erhalten. 

3. Klimafreundlich Arbeiten

Umweltschutz nicht nur privat, sondern auch im Job leben: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, seinen Arbeitsalltag grüner und klimafreundlicher zu gestalten und damit einen Beitrag zur ökologischen Dimension in der Corporate Social Responsibility zu leisten. Angefangen bei der Mülltrennung im Büro über digitales, papierloses Arbeiten bis hin zu grünen Teamevents – nahezu alle Prozesse lassen sich CO2-neutral ausrichten, sogar die Personalgewinnung. Dafür hat sich der Begriff Green Recruiting etabliert. 

Auch wir von Searchtalent tun unser Bestes, um Klimaschutz im Alltag umzusetzen. Hier findet ihr einige Klimaschutz-Tipps vom Searchtalent-Team!

Fazit: CSR bringt frischen Wind ins Recruiting!

Wer auf Corporate Social Responsibility setzt, trägt nicht nur seinen Teil zu mehr sozialer und ökonomischer Gerechtigkeit sowie Klimaschutz bei, sondern kann sein Employer Branding enorm stärken – und so auch mehr Bewerber:innen auf sich aufmerksam machen und für sich gewinnen. Es lohnt sich! 

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