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Mitarbeiterzufriedenheit messen und verstehen

Mitarbeiterzufriedenheit und seine hohe Bedeutung

Das Verhältnis zwischen Mitarbeiter und Unternehmen hat sich stark gewandelt. In Zeiten von Fachkräftemangel und War for Talents gewinnt besonders die Mitarbeiterzufriedenheit an Bedeutung. Umso wichtiger ist es, seine Mitarbeiter zu verstehen und ihre Zufriedenheit zu steigern. Wir zeigen Euch, wie Ihr Mitarbeiterzufriedenheit messen könnt und welche Bedürfnisse in Büro und Co wirklich wichtig sind.

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Ist ein Mitarbeiter zufrieden und glücklich, wird er umso weniger an einen möglichen Jobwechsel denken. Kein Wunder also, dass Mitarbeiterzufriedenheit in der heutigen Zeit ein echter Erfolgsfaktoren für Unternehmen geworden ist und auch künftig bleiben wird – gerade im Rahmen von der New Work und Arbeit 4.0 Bewegung. Doch wann sprechen wir überhaupt von Mitarbeiterzufriedenheit und wie setzt sich dieses Glück zusammen?

Mitarbeiterzufriedenheit - Was ist das genau?

Mitarbeiterzufriedenheit Definition:

Mitarbeiterzufriedenheit stellt die Einstellung des Mitarbeiters zu seinem Arbeitsumfeld dar. Der Mitarbeiter vergleicht dabei zwischen den Erwartungen an sein Arbeitsumfeld und dem realen Ist-Zustand am Arbeitsumfeld. Bei der Messung der Mitarbeiterzufriedenheit wird zudem analysiert, wie stark oder auf welche Weise ein Arbeitnehmer emotional an Unternehmen und Führung gebunden und eingestellt ist.

Zufriedenheit am Arbeitsplatz - Seine Bedeutung und wissenschaftliche Theorien

Die Definition von Mitarbeiterzufriedenheit ist ein kurzer Abriss von einer komplexen Thematik, welche die Wissenschaft schon sehr lange beschäftigt. Mitarbeiterzufriedenheit kann also aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden, daher gibt es auch unterschiedliche Theorien über Zufriedenheit am Arbeitsplatz.

Eine sehr relevante Theorie beruht beispielsweise auf der Maslow Bedürfnispyramide, Zufriedenheit basiert hier auf der Erfüllung und Befriedigung von Bedürfnissen. Die Pyramide ist dabei in mehrere Stufen eingeteilt. Sind alle Bedürfnisse einer Stufe gestillt, möchte der Mensch die Bedürfnisse der nächsthöheren Stufe erfüllt haben. Je höher die Stufe der Bedürfnisse oder auch – umso mehr die jeweiligen Bedürfnisse gestillt sind -, desto zufriedener sind wir.

Die Maslow Bedürfnispyramide sagt somit übertragen auf die Mitarbeiterzufriedenheit: Der Grad der Zufriedenheit bestimmt die Stärke der Motivation. Zufriedene Mitarbeiter sind also essenziell wichtig für den Erfolg eines Unternehmens! 

Maslow Bedürfnispyramide adaptiert auf Mitarbeiterzufriedenheit

Darüber hinaus gibt es noch weitere Theorien rund um das Thema Mitarbeiterzufriedenheit. Mehr Infos dazu zeigen Euch die folgenden Links:

Zwei-Faktoren-Theorie von Arbeitspsychologe Frederick Herzberg

Bruggemann-Modell von Arbeitspsychologin Agnes Bruggemann

Mitarbeiterzufriedenheit messen -So geht´s!

Zur Messung der Mitarbeiterzufriedenheit gibt es verschiedene Ansätze. Entweder man fragt dabei seine Mitarbeiter im direkten Austausch und/oder man setzt auf gezielte Beobachtung von Verhalten im Büro.

Direkte Messung über Befragungen

Über ein Mitarbeitergespräch oder eine Befragung kann man mit einfachen Fragen schnell herausfinden, wie die Wahrnehmungen und die Erwartungen der Mitarbeiter aussehen. Im Rahmen einer anonymen Befragung kann man dabei mit offenen und ehrlichen Antworten rechnen und kann so effektiv die Mitarbeiterzufriedenheit messen. Dies ist aber auch ganz persönlich bei einem guten Verhältnis mit hoher Vertrauensbasis innerhalb eines Mitarbeitergesprächs möglich. So können die Zufriedenheit sowie Wünsche und Verbesserungsvorschläge klar und unkompliziert ermittelt werden.

Indirekte Messung über Beobachtung

Ebenfalls eine gute Strategie, ist das Beobachten des Mitarbeiterverhaltens über einen bestimmten Zeitraum. Bei der Beobachtung sind folgende Aspekte zu beachten:

  • Fehlerraten, Fehlzeiten, Krankheitsstand

  • Fluktuationsrate, Kündigungsrate

  • Arbeitsweise

  • Beschwerden

Auch Faktoren innerhalb des Unternehmens sollten als großes und ganzes betrachtet werden. Unternehmen können dadurch auch durch Selbstkritik analysieren, was sich verbessern kann:

  • Kommunikationsverhalten, Unternehmenskultur

  • Benefits, Work-Life-Balance

  • Fehlerkultur

  • Führungsstil

TIPP: Bei Beobachtungen muss zwingend darauf geachtet werden, dass man kontinuierlich Daten erhebt und auswertet – über einen längeren Zeitraum. Nur so können relevante Ergebnisse gewonnen werden. Zudem ist Objektivität bei der Auswertung immer das A und O, um die tatsächliche Mitarbeiterzufriedenheit messen zu können.

Durch eine Kombination beider Messungen können so umfangreiche Ergebnisse zur Mitarbeiterzufriedenheit erhoben werden. Wichtig ist, dass Mitarbeiter sich verstanden fühlen. Bindungen sind emotional und daher sollte man zwischen den objektiv durchgeführten Messungen und Analysen nie die eigenen Mitarbeiter aus den Augen verlieren. Wer seine Mitarbeiter offen nach ihrer ehrlichen Meinung fragen kann, hat auf jeden Fall schon viel gewonnen.

Am Ende geht es darum, seine Mitarbeiter in den Fokus zu stellen und ihre Bedürfnisse ernst zu nehmen. Unter diesem Grundsatz kann eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit entstehen.

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