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Lego Serious Play – Recruiting mit Spiel, Spaß und Spannung

Recruiting goes Lego Serious Play!

Die bunten Bausteine, auch bekannt als Lego, sind heute mehr als eine fantastische Kindheitserinnerung! Im Rahmen von Meetings und Seminaren kann mit Hilfe von Lego Serious Play kreativ an Projekten gearbeitet oder aktiv Teambuilding betrieben werden. Auch für´s Recruiting kann diese Methode sehr interessant sein. Wie das funktioniert, weiß Kerstin Frings, denn Sie hat Lego Serious Play als ko-kreatives Recruiting-Event ausprobiert. Ihre Erfahrungen teilt Sie mit Euch in diesem lesenswerten Gastbeitrag.

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Der Fachkräftemangel ist längst kein Geheimnis mehr, sondern Realität. Recruiter müssen sich etwas einfallen lassen, um gute Leute an Bord zu holen. Eine starke Positionierung als Arbeitgeber auf dem Markt, der sich vom Arbeitgebermarkt zum Bewerbermarkt gewandelt hat, ist nicht nur sinnvoll, sondern vielmehr zwingend notwendig. Was also tun? Warum das Ganze nicht spielerisch angehen und die potenziellen neuen Teammitglieder einfach mal nicht in eine stressige Gesprächssituation bringen, sondern ihnen auf andere Art und Weise auf den Zahn fühlen?

Die Idee: Ein innovatives, ko-kreatives Recruiting-Event

Lego – fast jedem bekannt aus seiner Kindheit und mit positiven Erinnerungen verbunden. Die Weiterentwicklung für den Business-Kontext – Lego Serious Play ® – wurde ursprünglich entwickelt, gedacht und genutzt als moderierter, ko-kreativer Prozess für Unternehmen, die mit ihren Teams interne Fragestellungen ausarbeiten wollen, sei es im Teambuilding oder bei Strategiefindungsfragen. Warum sollte man diese tolle, kreative Methode nicht einfach auch mal bei einem Recruiting-Event ausprobieren? Habe ich, HR Managerin & Recruiterin, mir gedacht und in die Tat umgesetzt, zusammen mit einem ausgebildeten und von Lego zertifizierten Facilitator.

Die Ziele und der Ablauf von Recruiting goes Lego Serious Play

Die Zielsetzung:

Bewerber aus einer Zielgruppe fachlich kompetenter Persönlichkeiten, auf (unser) Unternehmen aufmerksam machen, aus HR-Sicht die Soft Skills der Teilnehmer in Augenschein nehmen und die richtigen Kandidaten für einen weiteren Bewerbungsprozess identifizieren. So kann man ganz nebenbei auch das Recruiting zeiteffizient mit dem größtmöglichen Outcome gestalten.

Der Ablauf:

  1. Ein kurzweiliges Warming Up mit Lego, um sich an Material und Methode zu gewöhnen
  2. Eine individuelle Runde mit gezielten, vorher festgelegten Fragen, deren Antworten von den Teilnehmern in Legomodellen dargestellt und im Storytelling-Modus erläutert werden
  3. Eine gemeinsame Runde, um Antworten auf die Fragen gemeinsam zu finden, in Legomodelle umzusetzen und gemeinschaftlich zu präsentieren

Meine Erfahrung mit Lego Serious Play im Recruitingprozess

Die Methode ersetzt nicht alle Schritte des Recruitingprozesses, das Fachliche muss ggf. und je nach Position, die besetzt werden soll, in weiteren Gesprächen abgeklopft werden. Das Outcome unter der beschriebenen Zielsetzung war mehr als positiv: Ein lockeres und kreatives Umfeld wurde geschaffen, das unter zielführenden Fragestellungen die Teilnehmer dazu animierte, sich authentisch zu zeigen, ihre Komfortzone zu verlassen und sich vorbehaltlos auf eine neue Situation einzulassen.

Der Stress einer traditionellen Bewerbungssituation konnte ausgehebelt werden und alle Teilnehmer haben sich eingebracht und zusammengearbeitet – als Team, nicht als Konkurrenten. Zudem war ich in der Lage, wertvolle HR-seitige Erkenntnisse über Soft Skills und Persönlichkeit der Teilnehmer zu erlangen und Kandidaten für einen weiteren Bewerbungsprozess zu identifizieren.

Es war eine tolle Employer Branding und Recruiting-Aktivität, die die Attraktivität jedes Unternehmens für Bewerber eindeutig steigern kann und in diesem Fall zur Identifizierung geeigneter Kandidaten geführt hat.

Über unsere Autorin

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Kerstin Frings

Kerstin Frings ist HR Manager bei candidus management consulting, einer Unternehmensberatung spezialisiert auf Supply Chain Management und Transformation Management und Betrieblicher Gesundheitsmanager (IHK) als Solopreneur mit bgm balance. In der Funktion als HR Manager ist sie für den Employee Life Cycle bei candidus verantwortlich und findet neue Recruiting-Wege.

Mit einer Berufserfahrung von über 20 Jahren ist sie im Bereich HR sowie seit einigen Jahren als Expertin im BGM unterwegs, brennt für innovative HR-Methoden, lebendiges und authentisches Recruiting und Menschen in Zeiten von New Work. International und branchenübergreifend unterstützt sie Arbeitgeber und -nehmer dabei, den Grundstein für eine gesunde Unternehmenskultur und langfristige Zusammenarbeit zu legen.

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