Messbares Employer Branding möglich machen

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Event-Rückblick: MeetUp Impact analysis in Berlin

Messbares Employer Branding zum kleinen Preis? Das ist möglich! Diese Erkenntnis durften wir dank dem letzten Wantedly MeetUp in Berlin erlangen. Unsere HR Ambassadorin Lisa hat für Euch die wichtigsten Fakten zu diesem Thema anschaulich zusammengefasst.

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Wie kann man messbares Employer Branding umsetzen und welche Employer Branding Maßnahmen bewirken viel mit wenig Budget? All das hat uns Lisa Wäntig am 25.10.2018 beim MeetUp “Impact analysis – how to put employer branding
efforts into measurable numbers” bei Wantedly verraten.

Wie auch schon beim letzten MeetUp von Wantedly, gab es eine offene und ehrlich Atmosphäre in der zu praxisnahen Fragen aufgerufen wurde.

Zunächst hat Lisa einen kurzen Überblick darüber gegeben, was Employer Branding (EB) eigentlich ist und warum es sinnvoll ist. Employer Branding ist im Grunde genommen HR Marketing – man kreiert ein Bild nach außen, welches zeigt wie es ist für ein Unternehmen zu arbeiten. Dabei nutzt man gezielt Content und Social Media Marketing Strategien, um seine entsprechende Zielgruppe zu erreichen. Auf den ersten Blick scheint der Aufwand nicht im Verhältnis zu den Kosten zu stehen. Man stellt also Social Media Manager, Content Creator und Employer Branding Manager an um… was? Um lustige Mitarbeiter Videos auf YouTube zu haben? Ganz im Gegenteil, denn…

“Wenn man ehrliches Employer Branding betreibt und die Leute sich daraufhin bewerben, wird die Retention Rate hochgehen!” – Lisa Wäntig

Was heißt das? Zum einen macht man Employer Branding nicht nur für eine Position, es hat langfristige Auswirkungen auf den Rekrutierungserfolg und ist für alle Positionen – egal in welchem Fachbereich – bedeutend. Zum anderen fördert man die Mitarbeiterbindung ungemein und hat weniger mit Nachbesetzungen zu kämpfen. Wenn man sich jetzt einmal die eigenen Rekrutierungskosten anschaut, bedeutet Employer Branding gar nicht mehr so viel Aufwand!

Bevor man aber über messbares Employer Branding sprechen kann, solltet Ihr Euch folgende Fragen stellen:

  • Was ist Eure Unternehmenskultur?
  • Habt Ihr die nötigen Ressourcen?
  • Habt Ihr all eure Mittel ausgeschöpft?

Erst wenn Ihr Euch diese Fragen gestellt habt und sicher seid, dass ihr a) keine Missverständnisse in der Unternehmenskultur habt, b) Budget und Manpower für gutes Employer Branding bereitstellen könnt (bitte versteht das nicht falsch! Man kann auch mit sehr kleinem / keinem Budget Employer Branding betreiben – aber darauf komme ich später) und c) ihr euren Recruitingprozess so weit optimiert habt, dass ihr alle Optionen ausgeschöpft habt? Dann, und erst dann könnt ihr anfangen messbares Employer Branding zu nutzen.

Lisa beschreibt dazu drei Dimensionen:

Engagement bezeichnet die Interaktionen zum Content und die Zahl der Bewerber.

Recruitment Effectiveness zielt eher auf die Qualität der Bewerbungen ab – z.B. das Verhältnis zwischen Bewerbungen und Interviews.

Die Retention ist gleichzusetzen mit der Fluktuationsrate. Sie beschreibt die Zahl der Mitarbeiterempfehlungen und den Wert der Mitarbeiterzufriedenheit.

In folgender Tabelle veranschaulicht Lisa, anhand welcher Daten und mit welchen Tools diese Dimensionen gemessen werden können       

 

Insgesamt hat Lisa uns damit ein ganzes Stück Arbeit abgenommen. Eine wirklich gute Übersicht über Daten, die wir auf dem Schirm haben sollten und Tools, die wir dafür benutzt können.

Im Anschluss an den Vortrag konnte ich mit Lisa noch über Employer Branding in KMU’s mit wenig bis keinem Budget sprechen. Sie hat folgende Tipps für uns:

1. Wählt authentische Bilder

Prüft ob Ihr wirklich Stockfotos auf der Karriereseite oder den Stellenanzeigen haben müsst und denkt daran, dass ihr für jedes Bild von jedem Mitarbeiter die Einverständnis braucht – schriftlich.

2. Seid ehrlich

Seid Ihr wirklich so locker und flexibel, wie Ihr es angebt?

3. Nutzt die Reichweite Eurer Mitarbeiter

Teilt jeder Eure Stellenanzeigen und Beiträge?

4. Seid kreativ

Eine krakelige, in Paint kreierte Anzeige für einen Webdesigner sorgt bestimmt für aufsehen

5. Stellt Euch vor

Ihr sucht jemanden, der direkt mir euch zusammenarbeitet? Dann ladet doch einfach mal euren eigenen CV hoch und veröffentlicht ein Persönlichkeitsprofil mit charme. “Morgenmuffel mit Kaffee Flat sucht Partner auf den er sich verlassen kann” – liest man bestimmt nicht so häufig.

Mit diesen einfachen Tipps und Maßnahmen könnt ihr ohne viel Manpower und Budget viel in Sachen Personalmarketing erreichen und vor allem messbares Employer Branding möglich machen. An dieser Stelle nochmals vielen Dank für diese wirklich nützlichen Einblicke auf dem Wantedly MeetUp in Berlin!

Über unsere Gastautorin

Lisa Engels Searchtalent
Lisa Engels
HR Ambassador von Searchtalent / VB Business Group

Lisa ist als HR Ambassador von Searchtalent auf den aktuellsten Veranstaltungen im Personalbereich unterwegs und berichtet passioniert darüber, was in der HR-Szene gerade passiert. Dabei liegt ihr Fokus auf Employer Branding, Recruiting und innovativen Personaler-Trends. Für unsere Leser sammelt sie die wichtigsten Informationen und berichtet über die neuesten Erkenntnisse der Branche.

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