Fragt doch mal Baba Jaga nach dem passenden Bewerber!

Esoterik beim Recruiting Horoskop Baba Jaga

Esoterik beim Recruiting - Wenn die Bewerberauswahl in den Sternen steht

Unglaublich aber wahr – selbst im 21. Jahrhundert spielt Esoterik noch immer eine Rolle in vielen Bereichen, so auch bei der Personalauswahl. Warum man in Zeiten der Digitalisierung noch auf Schädeldeutung, Tarot und Horoskope vertraut und warum die Weissagungen von Baba Jaga scheinbar immer noch eine Option für Unternehmen sind, erzählt dieser Beitrag.

Esoterik beim Recruiting Horoskop Baba Jaga

Esoterik beim Recruiting – man fragt sich, ob es sich hierbei um einen schlechten Scherz handelt, doch der Hokus Pokus lässt sich in unserer modernen Zeit nicht nur in Gesellschaft und Politik, sondern auch im Personalwesen wiederfinden. Das beweist auch die vor Kurzem geführte Diskussion um die Profilerin Suzanne Grieger-Langer, die bei den Social Recruiting Days 2018 als Keynotespeakerin auftreten sollte. Unter dem öffentlichen Druck kam es jedoch nicht zum Auftritt von Frau Grieger-Langer und ihren fragwürdigen Methoden des psychogenetischen Codes. Mehr dazu findet man auch in diesem Beitrag von Henner Knabenreich:

Social Recruiting Days: Entertainment-Faktor wichtiger als professionelle Inhalte

Fragwürdige Methoden - Täuschung zwischen Wissenschaft und Kultus

Auswahl nach Sternzeichen, Handschrifterkennung oder sogar Schädeldeutung! All diese Methoden sind nichts Neues. Wie schaffen es diese Praktiken aber bis Heute zu bestehen? Ganz einfach – man macht eine Pseudowissenschaft daraus und schmückt Methoden mit professionellen Begründungen. Esoterik-Expertin Baba Jaga weiß eben genau, wie sie sich verkaufen muss.

Ein Beispiel für solche Praktiken, ist die Handschrifterkennung. Die eigene Schrift soll hierbei Rückschlüsse auf die Persönlichkeit des Bewerbers geben. Schätzungen nach nutzen immer noch 2,4% der deutschen Unternehmen diese Methodik bei der Auswahl ihrer Kandidaten. 

Esoterik beim Recruiting Handschrifterkennung

Wer also einen handschriftlichen Lebenslauf abgeben soll, kann sich nun das WARUM denken.

Esoterik beim Recruiting Schädeldeutung

Darüber hinaus gibt es dann noch die Schädeldeutung. Hier sollen Schädelform und Gesichtszüge mehr über den potentiellen Kandidaten aussagen. Auch hier fundiert nichts auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, zumal das Ganze stark an die nationalsozialistische Rassentheorie erinnert.

Im Internet findet man zudem zahlreiche Anbieter für Firmen-Horoskope. Hier werden die Sterne zum stetigen Unternehmensberater. Das Personalwesen spielt dabei eine entscheidende Rolle. Zitat:

”Bei der Personalauswahl und -führung in Unternehmen gibt die Astrologie Auskunft über Eignung, Teamfähigkeit und Führungsqualitäten eines Stelleninhabers oder eines Bewerbers.”

Warum vertaut man immer noch auf Esoterik beim Recruiting?

Die Pseudowissenschaften bieten schnelle und unkomplizierte Lösungen, die nicht manipulierbar sind. Die Methoden sind einfach gestrickt und bieten simple Orientierungen in einer zunehmend komplexen Welt von Unsicherheiten. Zudem kann man mit solchen Methoden Verantwortung abgeben und von sich weisen. Im Zweifelsfall findet man immer eine scheinbar plausible Lösung, wie:

”Es ist nicht meine Schuld, dass liegt am Sternzeichen.”

Darüber hinaus wird bis heute sehr offen in der Gesellschaft mit Aberglaube umgegangen. In fast jeder Frauenzeitschrift lässt sich ein Horoskop finden, der ein oder andere trägt einen Glücksbringer bei sich und zu jeder WM wird ein anderes tierisches Orakel bei seiner übersinnlichen Entscheidung beobachtet. Im Alltag und mit einem lächelnden Auge tut dies nicht weh, doch sobald es um professionelle Entscheidungen geht, sollte man sich vom Okkulten gänzlich trennen.

FAZIT

Am Ende hat man es nicht nötig in die Zukunft zu blicken, denn letztendlich gestalten wir unsere Zukunft aktiv selbst mit. Ein gesunder Menschenverstand und die eigene Kompetenz führt allemal zu einer besseren Entscheidung als die Pro­phe­zei­ung von Hexe Baba Jaga, die einem bahnbrechende Erfolge am Telefon verspricht. Zumal – woher hat diese Frau überhaupt die Nummer vom persönlichen Firmen-Smartphone her?

In diesem Sinne wünschen wir auch weiterhin (ohne jegliche Form von Esorerik) viel Erfolg beim Recruiting!

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